all reviews
currently showing records for:
Lars Hannibal, guitar
Michala Petri, recorder
Blue
Die ideale CD, um auf qualitätvolle Weise die immer hektischer werdende Welt sein zu lassen
Thomas Baack, Klassik Heute
08 October 2020
Künstlerische Qualität: 10  Klangqualität: 10 Gesamteindruck:10


Wenn ein Komponist für echtes „Crossover“ prädestiniert ist, so ist es der dänische Gitarrist und Lautenist Lars Hannibal. Hannibal spielte in der Jugend in Rockbands, erarbeitete sich eine fulminante Gitarrentechnik und ließ sich danach noch von Toyohiko Satoh auf der Laute unterweisen. Zeitweilig spielte er in einer Jazz-Combo mit dem berühmten Bassisten Niels-Henning Ørsted Pedersen. Zur Feier seines 50. Bühnenjubiläums entstand sein aktuelles Album „[BLUE]“ im Zusammenwirken mit der Blockflötenvirtuosin Michala Petri, mit der er bisher knapp 2000 Konzerte gab. Selbstverständlich durften bei einem solchen Projekt auch gemeinsamen hochmusikalischen Töchter Agnete und Amalie nicht fehlen.
Meditatives Gegenmittel zu coronarer Hektik
Hannibal greift in seinen Kompositionen auf die frühbarocken Ostinato-Formen von Passacaglia und Chaconne – in England nannte man das „Ground“, im Jazz „Blues“ – zurück und verknüpft diese mit ihnen seelenverwandten Elementen des modalen Jazz. In der Figuration der Harmonien klingen die Akkordbrechungen der Präludien der Bach-Schule an. Seine Melodik greift folkloristische, nordisch- keltische Idiome auf und würzt diese gelegentlich mit einem kräftigen Schuss südamerikanischer Salsa. Für die drei Lieder dichtete er die tiefempfundenen englischen Texte. Er lässt hier Strukturen entstehen, die ein wenig an Arvo Pärt gemahnen mögen, jedoch noch stärker auf eine fast Zen-hafte Wesentlichkeit reduziert sind. Da – und auch in den kongenialen Volksliedbearbeitungen – ist keine Note zu viel, denn ein Mehr würde die Wirkung nur schwächen.
Könner machen Hausmusik
Hannibal präsentiert seine Kompositionen auf der Gitarre mit reicher Anschlags- und Klangfarbenpalette. Geradezu kostbar sind seine fragil leuchtenden Flageoletts. Virtuosa assoluta Michala Petri demonstriert allerhöchste Spielkultur in der Gestaltung einfacher, langsamer Melodielinien. So wie es Sängern zur Ehre gereicht, Pathos und Kunstfertigkeit beim Vortrag eines einfachen Volksliedes vergessen zu machen, ist es ein Zeichen höchster bläserischer Befähigung, schlichte Tonfolgen intensiv-anrührend und nicht plakativ-demonstrierend zu gestalten. Hierfür müssen Künstler den Mut aufbringen, ihre Technik und Musikalität der Betrachtung durch ein Brennglas auszusetzen. Dies mag auf den hohen Vertretern der Blockflötenfamilie, –  mit denen man das Petri-Repertoire gemeinhin assoziiert – noch relativ einfach sein, erfordert jedoch auf den tiefen Instrumenten von Tenor bis Subbass besonders großes Können. Absolut zwingend demonstriert Petri diese Tugenden im ihr zugedachten Solostück „The Moor“. Amalie Hannibal-Petri bringt mit ihrem klaren leichten Mezzo alle Voraussetzungen für eine überzeugende Interpretation der drei im Singer-Songwriter-Stil geschriebenen vokalen Nummern mit. Man versteht den englischen Text, ohne dass sie auf simplen Sprechgesang zurückgreifen müsste. So könnte man sie sich auch im Barockrepertoire gut vorstellen. Ihre Schwester Agnete, die erst spät zum Cello fand, steuert saubere Töne zu Bass-Verstärkung bei.
Aufnahmetechnisch gab man sich Mühe, eine häusliche Atmosphäre entstehen zu lassen. Das Booklet enthält Anmerkungen des Komponisten zu jedem Stück und ausführliche Beschreibungen des Projekts. Leider – jedoch auf Grund der Informationsfülle auch verständlich – nur auf Englisch.
 
Fazit: Die ideale CD, um auf qualitätvolle Weise die immer hektischer werdende Welt sein zu lassen. Für Blockflötisten die Demonstration, wie ein wirklich dicht-gesangliches Portato klingen sollte, wie man Spezialeffekte werkdienlich gestaltet und wie man eine einfache lange Linie dynamisch mit Spannung und Tonschönheit erfüllt, was die aktuell angesagten Schnellspieler verlernt zu haben scheinen. Für die Gitarristen eine Lehrstunde bezüglich subtiler Klanglichkeit und raffinierten Timings. Unbedingte Empfehlung! 
Thomas Baack, Klassik Heute

Lars Hannibal, guitar
Michala Petri, recorder
Blue
Det er intim musik, stille musik, undertiden ensom musik, men også familiemusik præget af sammenhold.
John Cristiansen, jc-block.dk
30 September 2020
Hvad lukketiden også blev brugt til.
 
Mange musikfolk har måttet ligge mere eller mindre brak. Mange har udnyttet tiden på en anden måde. Guitaristen Lars Hannibal har komponeret nye musikstykker og indspillet en cd, som på en lidt forunderlig og stille måde finder ind i den tid, som vi desværre ikke er kommet ud af endnu. Han har komponeret ti korte atmosfærerige stykker mestendels for guitar og dybere blokfløjter, som med deres mørkere klang fremmaler den specielle karakter, som har givet cd’en dens navn: ”Blue”.
Det er intim musik, stille musik, undertiden ensom musik, men også familiemusik præget af sammenhold. Hannibals ti sange er mestendels for Michala Petris recorder. Dette engelske ord kan oversættes til meget, men i dette tilfælde gælder det en af verdens fineste blokfløjtespilleres instrumenter. Den nye cd følger i sporet af mange mesterlige cd’er, som parret Michala Petri og Lars Hannibal har indspillet. Efter parrets skilsmisse for nogle år siden vedbliv de lykkeligvis med at musicere sammen, hvilket også gav sig udslag i et eget pladeselskab OUR. Tre af de nye kompositioner er for kvartet også bestående af de to døtre Hannibal Petri, cellisten Agnete godt på vej og sangerinden Amalie, som rammer en intim og lettere rytmisk familietone. Og det er netop en cd, som kan samle familien, også min, og det i en coronatid og sikkert også i den tid, som vi længes efter.
Den nye cds anden halvdel byder på 8 danske sange i Lars Hannibals bearbejdelse og spillet af Michala Petri og ham. Hvor er de herlige, disse kendte sange og i disse bearbejdelser. Cd’en hører med i min coronatid og skal derfor med på jc-klassisk’ efter-katalog. OUR Recordings 8.226914, distribueres af Naxos. 74 minutter. 
John Cristiansen, jc-block.dk

Lars Hannibal, guitar
Michala Petri, recorder
Blue
5 start review on Blue
Raymond Tuttle, Fanfare
15 September 2020
Recorded in June 2020, this is an appropriate CD for a pandemic because it presents a family that plays music together, with no outsiders! The parents, Michala Petri and Lars Hannibal, already are familiar to many of us. On BLUE, they introduce their musical daughters: Agnete, who plays the cello with quiet professionalism, and Amalie, who has a very likable singing voice. On three tracks, all four perform together, and nothing could be more pleasant. The first half of the CD is devoted to Hannibal’s original compositions, which are unfussy and stress-free. He writes that he often seeks to compose “blue” music—not music that is depressed or depressing, but music that is created when “things flow calmly and freely” and when there is no need to show off. Hannibal’s style as a composer reflects both his classical training and his youthful appreciation for and experiences with more popular genres. I was surprised and delighted to realize that the songwriters who first came to mind as I heard the three vocal selections were Paul Simon and Art Garfunkel. I’m not saying that these songs are as great as Bridge Over Troubled Water, for example. I’m simply saying that these songs are excellently written, and that while they seem potentially timeless in their appeal, they have a vibe that I associate with folk rock from the 1960s and 1970s.
The second half of the CD is devoted to Hannibal’s arrangements, for guitar and, in all but two, recorder, of eight classical Danish songs. These no doubt will resonate with Danish listeners more strongly than they resonate with others, but they will give pleasure to all who hear them. Again, simplicity is the key. Carl Nielsen’s Wond’rous air of evening is as straightforward and as eloquent as a Bach chorale.
The sleeve includes a thank-you “to the swallows and sparrows in the beautiful open surroundings around the studio for participating in the music making.” They add an intimate final touch to this CD.
As usual, Michala plays several different recorders on this CD, all of them with a fluency that will make even very accomplished amateurs weep with envy. In keeping with the “blue” mood of this CD, Hannibal’s arrangements call for the lower and larger instruments in the recorder family; no soprano or sopranino recorders will be heard here. Lars plays his Kenneth Brøgger guitar with even-tempered lyricism throughout, always in smooth and perfect balance with the others. BLUE, by the way, is his 50th anniversary release. What a wonderful way to celebrate.
Calming, quietly cheerful, and flawlessly executed, BLUE is just what we need to get us through challenging times. Sometimes simple is best.
Raymond Tuttle, Fanfare

Michala Petri, recorder
Mahan Esfahani, harpsichord
BACH
6 Sonatas for recorder
Unbedingte Kaufempfehlung!
Thomas Baack, Windkanal
01 May 2020
Windkanal
 
Petri mit Bach-Sonaten
 
 
Wer die 6 Sonaten von J. S. Bach auf einer Blockfl öte in barocker Mensur spielen möchte, muss sich aufgrund von deren ungewöhnlicher Extension in die dreigestrichene Oktave diversen Unbequemlichkeiten aussetzen.Andere Stellen verlangen wiederum eine klangvolle Tiefe, sodass selbst exzellente Barock-Kopien hier an ihre Grenzen stoßen. Michala Petri, die »Primadonna ohne Allüre der Blockflöte« lost dieses Problem radikal, indem sie vorwiegend auf Harmonische Blockfl öten (Moeck-Ehlert, Mollenhauer Moderne Alt) setzt und zwecks klanglicher Differenzierung auf ihre 70er-Jahre Moeck-RottenburghModelle zurückgreift. Dies bedingt, dass – da diese Instrumente nur in moderner Stimmung (442 Hz) zur Verfügung stehen – Cembalo
und die in dieser Aufnahme hinzugefügte Gambe einen Halbton höher als gewohnt musizieren müssen. Prüfsteine des Bach-Sonatenspiels sind die beiden düsteren Werke in h-Moll und e-Moll. Petri, die sich Dank des bis e1 erweiterten Tonumfangs der Mollenhauer-Instrumente in BWV 1030 für die Originaltonart und nicht für die grifftechnisch einfachere Halbtontransposition nach c-Moll entschied, und ihre Kollegen verzichten darauf, das Andante, dessen Anfangsduktus an die Bass-Arie »Erleucht‘ auch meine finstre Sinnen« aus dem Weihnachtsoratorium erinnert, mit einem passionsartigen Trauerfl or zu versehen. Sie
stellen vielmehr die gezackten 32stel-Motive, die sich in den anschließenden – von Petri wundervoll schlackenlos im Legato phrasierten – 16tel-Triolen nie ganz entspannen können, als Moment der Aggression klar heraus, sodass sich ein Bogen zu den trotzigen Synkopen des Gigue-Abschnitts im Presto- Finale ergibt. Ähnliches geschieht im Adagio ma non troppo der Sonate e-Moll (hier nach g-Moll inklusive des b3 als »Crí du coeur« transponiert), wo die Zweierbindungen der 16tel nicht geschmackvoll angeseufzt, sondern als existenzielles Stöhnen wahrnehmbar werden. Ursprünglich hat mich der improvisatorische Einstieg in
den chaconneartigen Bass des Andantes irritiert. Als Antwort im Gestus eines »sich erst einmal selbst wieder finden Müssens« auf das im vorangegangen Allegro entfachte Feuerwerk überzeugt es mich nach wiederholtem Anhören durchaus, wenngleich dieser Effekt der Ratlosigkeit »live« noch stärker wirken dürfte. Diskussionen dürfte die Verwendung der Gambe in den Sonaten mit obligatem Cembalo entfachen. Hier befinden wir uns in einem Grauzonenbereich. Die h-Moll-Sonate würde sich vom Charakter her durchaus als Bereicherung der sechs Sonaten »a 2 Clav. et Ped.« für Orgel anbieten. Ebenso wäre ein Arrangement als Trio für Flöte, Violine, Continuo denkbar. Somit stört die sehr differenziert eingesetzte Gambe Hille Perls den Gesamteindruck weniger als der etwas farblose Klang des Cembalos in der Lage zwischen c1 und c3. Vergleicht man die neue Einspielung mit der 1992 eingespielten Version mit Keith Jarrett, muss das Urteil lauten: Für die damaligen Verhältnisse durchaus eine Sensation, im Vergleich zur Neueinspielung technisch damals schon von einer unglaublichen Könnerschaft befl ügelt, interpretatorisch jedoch viel zu brav – ein Umstand, der mir manche frühe Petri-Interpretation verleidet.Um den Reifungsprozess Michala Petris nachvollziehen zu können, reicht einzig der Vergleich von BWV 1034/1.
 
Fazit: Michala Petri, Mahan Esfahani und Hille Perl verweisen mit ihrem tiefen Eindringen in die Bach-Sonaten und ihre stupende Umsetzung des Erkannten sämtliche Aufnahmen mit Block- und modernen Querflöten auf die hinteren Plätze. Einzig Barthold Kuijken auf dem Traverso erreicht dieses Niveau annähernd. Faszinierend, wie sich Petris in flötistischer Sicht immer über alle Zweifel erhabene Interpretation zum Essentiellen gewandelt hat. Unbedingte Kaufempfehlung! Thomas Baack
Michala Petri, Hille Perl, Mahan Esfahani: Bach – 6 Flute Sonatas BWV 1030–1035. OUR Recordings,
6.220673 (2019).
Thomas Baack, Windkanal

Michala Petri, recorder
Mahan Esfahani, harpsichord
BACH
6 Sonatas for recorder
Each is performed with the utmost sincerity and seriousness of approach
David Threasher, Gramophone
04 February 2020
Mahan Esfahani is characteristically pugnacious in his defence of these six works, in terms of their quality and authenticity, and even the choice of instruments on which he and his colleagues choose to perform them. The quality of any piece of music – especially if the product of one of the great geniuses of the canon – is non-negotiable; but the truth is that none of its numerical successors matches the B minor Sonata, BWV1030, in terms of scale, ambition or emotional reach.
Each is, though, performed with the utmost sincerity and seriousness of approach. While the tonal and expressive range of the recorder, viol and harpsichord may appear constrained in comparison to, say, flute, cello and piano, in the hands of foremost players such as these, even a relatively lightweight work such as the C major Sonata, BWV1033, comes over as the ideal demonstration of a particular facet of the composer’s style and the performers’ abilities.
Michala Petri uses a range of recorders, preferring Moeck Ehlert instruments for slow movements and Moeck Rottenburgh (tenor) or Mollenhauer (alto) for faster music. Esfahani’s harpsichord is a modern construction inspired by a Berlin instrument from 1710. Hille Perl plays a Matthias Alban gamba from 1686. Ornamentation is liberal but always tasteful, and balanced by an innate feeling for when to play the music just as plainly as it appears on the page. Esfahani’s exploratory approach to accompaniment and continuo realisation, and judicious deployment of the registrational variations available, keeps the textures buoyant. The generously reverberant acoustic of the Garnisons Kirke in Copenhagen presents the instruments in a realistic balance, with the harpsichord perhaps dominating only slightly. Sample, though, the range of colours these players evoke in their deliciously imaginative presentation of the ground-bass Andante of the G minor Sonata, BWV1034.
David Threasher, Gramophone

Michala Petri, recorder
Mahan Esfahani, harpsichord
BACH
6 Sonatas for recorder
Petri og venner
Nikolaj Skinhøj, Klassisk
16 January 2020
Nikolaj Skinhøj, Klassisk

Michala Petri, recorder
Mahan Esfahani, harpsichord
BACH
6 Sonatas for recorder
in performances of such engaging quality that I shall certainly be listening to the CD again and again.
Hugill, Planet Hugill Blogg
15 January 2020

Not all of Bach's works come down to us in their original versions, and scholars sometimes postulate an 'original' instrumentation from a later incarnation. For example for Bach's Sonata in B minor, BWV 1030 for transverse flute there are indications (another harpsichord part in another key) that the work originated on different instruments. The suggestion with this work is that Bach transcribed it from something earlier for his Collegium Musicum in Leipzig.

So, on this disc we have the distinguished recorder player
Michala Petri, joined by viola da gambaa player Hille Perl and harpsichordist Mahan Esfahani for Bach's six flute sonatas in versions transcribed for recorder. Petri plays two different recorders, alto and tenor, and the sonatas are generally played transposed. But what really counts here is the sheer quality of the music making. Petri plays with wonderfully rounded, speaking tones and completely convinces in the sonatas' new incarnations. The sheer expressivity of her playing is outstanding, and she helped by the superb partnership she receives from Esfahani and Perl. This is very much ensemble music making, not the sort where the solo instrument is placed top dead centre with the others relegated to the rear. I was particularly struck by the sheer vibrancy and vividness of Esfahani's harpsichord, so that all three instruments make apt complements.

Unlike the solo violin music, these pieces were not written as a set and that makes the sheer variety and quality of the material so remarkable. This is music that I did not know very well, in performances of such engaging quality that I shall certainly be listening to the CD again and again
Hugill, Planet Hugill Blogg

DVD: MARIN (Animated Fantasy), Axel (Portrait)
SACD: Selected Highlights
Marin
Axel Borup-Jørgensen (1924-2012)
Verstörend schön - 5 stars Überragend
Miguel Cabruja Klassik.com
13 January 2020
Das dänische Label OUR Recordings hat Axel Borup-Jørgensen eine Box gewidmet.
Axel Borup-Jørgensens (1924–2012) Orchesterwerk 'Marin' beginnt leise grollend wie aus weiter Ferne. Dann aber verdichtet 'Marin' sich, spitzt sich zu, schwillt an und zieht den Zuhörer in einen Strudel heranrollender, sich überschlagender Klangwellen, um dann wieder abzuebben und zu verklingen. Die 1970 von Herbert Blomstedt uraufgeführte, riesenhafte Komposition mit 55 notierten Streicherstimmen zeichnet kein lieblich-maritimes Naturbild. Sie ergeht sich auch nicht in Klischees – weder in denen der musikalischen Moderne noch in denen einer wie auch immer gearteten Nachromantik. 'Marin' ist wohl das bedeutendste Orchesterwerk Borup-Jørgensens. Als solches steht es im Zentrum der Doppel-Box, die das dänische Label OUR Recordings dem in Hjørring geborenen und in Schweden aufgewachsenen Komponisten gewidmet hat.
Repräsentativer Querschnitt
Hervorragend durch das DR SymfoniOrkestret (Leitung: Thomas Søndergård) interpretiert, eröffnet 'Marin' die in brillantem Raumklang eingespielte SACD der Doppel-Box. Die folgenden Kompositionen für Ensembles und Soloinstrumente ergeben einen repräsentativen Querschnitt durch Borup-Jørgensens Werk. Zu hören sind 'music for percussion + viola', 'Für Cembalo und Orgel', 'Nachtstück', 'winter pieces', 'Pergolato' und 'Coast of Sirens'. Sie alle zeigen einen Komponisten, der in den 1950er Jahren die Darmstädter Ferienkurse besuchte, sich aber nicht seriellen Tendenzen oder elektroakustischen Experimenten zuwandte, sondern stattdessen seine Inspirationen in der schwedischen Natur und Poesie fand. Das wird vor allem auch in der Komposition 'Coast of Sirens' deutlich, die sich mit dem Odysseus-Mythos auseinandersetzt. Das exzellent von der Århus Sinfonietta (Leitung: Søren Kinch Hansen) interpretierte Stück für Flöte, Klarinette, Violine, Cello, Gitarre, Klavier, Perkussion und Multivoice Tape scheint wie aus archaischer Vergangenheit herüberzuwehen und ist in seiner unromantischen Naturhaftigkeit faszinierend düster und verstörend schön zugleich.
Geheimnisvolle Unterwasserwelt
Den Tonträger ergänzt die Box durch eine DVD, die unter dem schlichten Titel 'Axel' (Produktion: Allan O Lückow und Lars Hannibal) ein Portrait des Komponisten enthält. Zeitgenossen, Weggefährten, Kollegen sowie die Tochter Borup-Jørgensens tragen zu der Dokumentation bei. Auf der DVD ist außerdem ein computeranimierter Film (Regie: Morten Bartholdy) zu sehen, der 'Marin' in bewegte Bilder übersetzt: Zu den Klängen der auch auf der SACD enthaltenen Einspielung führt die Animation in eine geheimnisvolle Unterwasserwelt, in der sich mythologisch wirkende Wesen durch surreale Stadträume und Bauten bewegen. Auch wenn das visuelle Konzept auf Zeichnungen Borup-Jørgensens basiert, ist der Film ausdrücklich kein Versuch, seine Musik zu bebildern oder zu erläutern. Für manche mag er eine Hilfe sein, sich auf 'Marin' einzulassen. Andere werden sich lieber mit der Musik allein auseinandersetzen wollen. Beides lohnt sich in jedem Fall. 13.01.2020 Miguel Cabruja  

Miguel Cabruja Klassik.com

Michala Petri, recorder
Mahan Esfahani, harpsichord
BACH
6 Sonatas for recorder
10/10/10 Unbedingte Kaufempfehlung!.
Thomas Baack - Klassik Heute
31 December 2019
Johann Sebastian Bachs sechs für die Traversflöte geschriebene Sonaten – jeweils drei mit obligatem und begleitendem Cembalo – sind hinsichtlich ihrer technischen und musikalischen Anforderungen die komplexesten Werke für diese Besetzung, die uns das Barock überliefert hat. Der geforderte ungewöhnlich große Tonumfang von d1-g3 – die meisten Zeitgenossen beschränken sich auf d1-e3 – hat zu der Spekulation Anlass gegeben, dass es sich hier um Auftragswerke für den Dresdner Hofflötisten Pierre-Gabriel Buffardin oder dessen Schüler und Kollegen Johann Joachim Quantz handeln könnte, jedoch sind bisher keine diesbezüglichen Quellen aus den Beständen der Sächsischen Hofkapelle ans Licht gekommen. Werke mit dem üblichen geringeren Umfang lassen sich problemlos auf einer Blockflöte in D, einer sogenannten Voice-Flute, in der Originaltonart spielen. Will man eine „normale“ Alt-Blockflöte verwenden, muss man die Stücke – wie bereits in den barocken Quellen vielfach beschrieben – um eine kleine oder große Terz aufwärts transponieren. Dies funktioniert mit den Bach-Sonaten wegen ihres erweiterten Umfangs nur mit Abstrichen, da es zwar Kopien nach Instrumenten der Bach-Zeit gibt, auf denen diese extrem hohen Töne, wenngleich mit Kniffen wie dem Abdecken des Schallbechers auf dem Oberschenkel, dynamisch variabel ansprechen (Denner-Modelle), diese aber über ein eher schwaches tiefes Register verfügen. Instrumente nach englischer Bauart (Stanesby/Bressan) verfügen zwar über eine sonore Tiefe, reagieren jedoch oberhalb von e3 (Voice)/g3(Alt) nur auf einen, der Klangqualität abträglichen erhöhten Blasdruck.
Eine moderne Lösung
Michala Petri, die „Primadonna assoluta ohne Allüre“ der Blockflöte löst dieses Problem radikal, indem sie auf „harmonische“ Blockflöten setzt, einen Instrumententypus, der durch längere Bauart - selbst Sopranflöten benötigen hier eine Doppelklappe – den Spielern einen erweiterten Umfang, eine weitere Dynamik und ein auch in großen Sälen tragfähiges Volumen verschafft. Diese Instrumente wurden in den 90er Jahren parallel für Moeck (Ralf Ehlert) und Mollenhauer (Joachim Paetzold und Nik Tarasov) entwickelt und liegen von der Klangcharakteristik in der Mitte zwischen einer Barockblockflöte und einer hölzernen Querflöte in konischer Bohrung, wie sie bis zum Zweiten Weltkrieg in vielen deutschen Orchestern geblasen wurde. Nachteil ist allerdings, dass diese Instrumente nur in moderner Stimmung (442 Hz) zur Verfügung stehen, was für das Cembalo – und in diesem Fall die Gambe – bedeutet, einen Halbton höher als gewohnt musizieren zu müssen.
Prüfsteine des Bach-Sonatenspiels sind die beiden düsteren Werke in h- und e-moll. Petri, die sich dank des bis e1 erweiterten Tonumfangs der Mollenhauer-Instrumente für die Originaltonart und nicht für die grifftechnisch einfachere Halbtontransposition nach c-moll entschied, und ihre Kollegen verzichten darauf, das Andante, dessen Anfangsduktus an die Bass-Arie „Erleucht‘ auch meine finstren Sinnen“ aus dem Weihnachtsoratorium anklingt, mit einem passionsartigen Trauerflor zu versehen. Sie stellen vielmehr die gezackten 32stel-Motive, die sich in den anschließenden – von Petri wundervoll schlackenlos im Legato phrasierten – 16tel Triolen nie ganz entspannen können, als Moment der Aggression klar heraus, so dass sich ein Bogen zu den trotzigen Synkopen des Gigue-Abschnitts im Presto-Finale ergibt. Ähnliches geschieht im Adagio ma non troppo der e-moll Sonate (hier nach g-moll inklusive des b3 als „Crí de coeur“ transponiert) wo die Zweierbindungen der 16tel nicht geschmackvoll angeseufzt, sondern als existenzielles Stöhnen wahrnehmbar werden. Ursprünglich hat mich der improvisatorische Einstieg in den chaconneartigen Bass des Andantes irritiert. Als Antwort im Gestus eines „sich erst einmal selbst wieder finden Müssens“ auf das im vorangegangen Allegro entfachte Feuerwerk, überzeugt es mich nach wiederholtem Anhören durchaus, wenngleich dieser Effekt der Ratlosigkeit „live“ noch stärker wirken dürfte.
Diskussionen dürfte die Verwendung der Gambe in den Sonaten mit obligatem Cembalo entfachen. Hier befinden wir uns in einem Grauzonenbereich. Die h-moll Sonate würde sich vom Charakter her durchaus als Bereicherung der 6 Sonaten a 2 Clav. et Ped. für Orgel anbieten. Ebenso wäre ein Arrangement als Trio für Flöte, Violine, Continuo denkbar. Somit stört die sehr differenziert eingesetzte Gambe Hille Perls den Gesamteindruck weniger als der eher farblose Klang des Cembalos in der Lage zwischen c1 und c3. Hier hätte eine massivere Registrierung oder aufmerksamere Aufnahmetechnik zu optimalen Resultaten führen können. Auch überzeugt mich das von Jukka Ollikka neu entworfene Cembalo mit Carbon-Resonanzboden nur bedingt, da es mich zu sehr an die Bach-Cembali des seligen Neupert erinnert, was allerdings auch an der für Cembali klanglich unfreundlichen hohen Stimmung liegen mag, die der spielerischen Brillanz Mahan Esfahanis den gebührenden Raum verweigert.
Vergleich mit der alten Aufnahme mit Keith Jarrett
Vergleicht man die neue Einspielung mit der 1992 eingespielten Version, muss das Urteil lauten: für die damaligen Verhältnisse durchaus eine Sensation, im Vergleich zur Neueinspielung technisch damals schon von einer unglaublichen Könnerschaft beflügelt, interpretatorisch jedoch viel zu brav – ein Umstand, der mir manche frühe Petri-Interpretation verleidet, was gerade dann peinlich auffällt, wenn die Gambensonaten auf nur bedingt historischen „Fifth Flutes“ musiziert werden, so klanglich nett und spannend das auch sein mag.. Oder zynisch formuliert: Heinz und Sabinchen spielen virtuos mit einem Sonatinchen. Um den Reifungsprozess Michala Petris nachvollziehen zu können, reicht einzig ein Vergleich mit BWV 1034/1.
Präsentation
Das Booklet mit Beiträgen aller drei Protagonisten ist höchst informativ und liegt dankenswerterweise auch in deutscher Übersetzung vor. Klangtechnisch erscheint mir das Cembalo etwas benachteiligt.
Fazit: Michala Petri, Mahan Esfahani und Hille Perl verweisen mit ihrem tiefen Eindringen in die Bach-Sonaten und ihre stupende Umsetzung des Erkannten sämtliche Aufnahmen mit Block- und moderner Querflöte auf die hinteren Plätze. Einzig Barthold Kuijken auf dem Traverso erreicht dieses Niveau annähernd. Faszinierend, wie sich Petris in flötistischer Sicht immer allen Zweifeln überlegene Interpretation zum Essentiellen gewandelt hat. Unbedingte Kaufempfehlung!.
Thomas Baack - Klassik Heute

Michala Petri, recorder
Mahan Esfahani, harpsichord
BACH
6 Sonatas for recorder
It is a benchmark surely for these works, filled with beauty and wonder.
Grego Applegate Edwards- Classical Modern Music. Blogspot.com
31 December 2019
One would be hard pressed to find a more talented and idiomatic trio to perform the Bach 6 Flute Sonatas BWV 1030-1035 (Our Recordings 6.220673) than you have today with the triumvirate of Michala Petri on recorder, Hille Peri on viola da gamba and Mahan Esfanhani on harpsichord.

Ms. Petri gives the transposed flute part a beautifully plaintive tone on the recorder and has breathtaking velocity for the nearly concerted allegro movements. Hille Perl and Mahan Esfahani sound regal and lucid in the realization of their parts throughout. One can gain much both listening to the whole and then to each part, which of course is a testament to the thoroughgoing genius of Bach and the beautiful playing of the trio.

The production values as ever are first rate, typical happily of Our Recordings--and that goes for the audio and CD production as well as the tasteful, state-of-the-art printing and graphic design work.

Bach's inventive magic prevails and never flags. As Mahan Esfahani points out in the illuminating liners, Bach playfully leaves open in the music itself the implications of other instrumentation possibilities (including recorder substituting for flute) which of course this trio takes full advantage of with a special brilliance.

I recommend this recording to you without hesitation. It is a benchmark surely for these works, filled with beauty and wonder. 

Grego Applegate Edwards- Classical Modern Music. Blogspot.com

Michala Petri, recorder
Mahan Esfahani, harpsichord
BACH
6 Sonatas for recorder
Petri plays with her usual clarity and precision
Recorder Magazine (UK)
19 December 2019
This recording brings together three very different artists in some very familiar repertoire. The Bach flute sonatas have provided an irresistible challenge to many a recorder player over the decades with varied results. Petri performs these transcribed works mainly on tenor – two Moeck Rottenburgh and one developed Ralf Ehlert. There is accomplished playing from all the performers, Petri plays with her usual clarity and precision though on occasion the harpsichord can feel overly dominant.

Recorder Magazine (UK)

Michala Petri, recorder
Odense Symphony Orchestra
German & French Recorder Concertos
"..the company as one of the most daring recording organisations in Europe today"
Stuart Millson, Endnotes UK
19 December 2019
Endnotes (UK)
Recorded in the Musikkens Hus, Aalborg, Denmark, with an acoustic of all-embracing warmth, yet with the tiniest detail clearly registering, and engineered to capture every level of the soloist’s involvement, is an engrossing trio of contemporary Danish and Faroese recorder concertos – specially chosen by the OUR label, an enterprise which seeks to turn the obscure into the mainstream.
The composers featured in this collection may well be new names for most British listeners: Thomas Koppel (1944-2006); Pelle Gudmunsen-Holmgreen (b. 1932) and Sunlief Rasmussen (b. 1961). According to the biographical notes presented in the CD booklet, the composers assembled generally represent a break with what may broadly be described as the naturalistic, romantic Scandinavian era of music, as embodied by Sibelius or Nielsen. Thomas Koppel, for example, was a composer motivated by concerns about the dispossessed – although his Moonchild’s Dream creates nevertheless an unexpectedly ethereal, watery atmosphere – a Nordic nocturne of lyricism and gentleness. Meanwhile, Holmgreen and Rasmussen offer a more “jagged” sound, perhaps closer to the symphonic works of Uuno Klami (1900-61) which exists somewhere in between the most austere Nielsen and the harder edges and angles of the avant garde.
Rasmussen’s concerto, from 2009, is made up of five movements – with titles such as ‘Misterioso’ and ‘Tranquillo’ – the recorder being required to range over a dazzling array of musical ideas and special effects. At one point, the orchestral composition seems to exude the sound of a distant, out-of-focus “drift” of human voices – such is the completely original and unusual timbre and atmosphere of this work.
The soloist performing on this CD is the world-renowned Michala Petri – a musician equally at home in the baroque as she is in the stretched tonality of contemporary Scandinavian music. Accompanied by the 70-strong Aalborg Symphony Orchestra, conducted by Henrik Vagn Christensen, the OUR label has opened up completely new musical vistas – confirming the company as one of the most daring recording organisations in Europe today. 
Stuart Millson, Endnotes UK

Michala Petri, recorder
Mahan Esfahani, harpsichord
BACH
6 Sonatas for recorder
: Petri, Perl und Esfahani musizieren intensiv, schlüssig und inspiriert. Diese Drei haben ihren Bach verstanden.
Dr. Matthias Lange, Klassik.com (Germany)
18 December 2019
Anverwandelt
Eine tolle Kammermusikformation hat sich da zusammengefunden: Petri, Perl und Esfahani musizieren intensiv, schlüssig und inspiriert. Diese Drei haben ihren Bach verstanden.
Die sechs Sonaten BWV 1030 bis 1035 von Johann Sebastian Bach sind in ihrer überlieferten Form für die Traversflöte als Soloinstrument bestimmt, die ersten drei dazu mit obligatem Cembalo, die anderen mit Basso continuo. Nicht alle sind in ihrer Authentizität gesichert, weswegen mancher Interpret nicht das gesamte Konvolut einspielt, was bedauerlich ist: Sind es doch hochwertige Werke, stilistisch flexibel und durchaus nach vorn gewandt. Deshalb ist es erfreulich, wenn hochklassige Interpreten sich ihrer annehmen, auch wenn das in veränderter Gestalt geschieht – so wie auf der aktuellen Platte der dänischen Blockflötistin Michaela Petri, gemeinsam mit der Gambistin Hille Perl und dem Cembalisten Mahan Esfahani.
Die Übertragung für die Blockflöte ist kein absurder Exotismus: Zum einen sind Übertragungen instrumentaler Solostimmen oder ganzer Solowerke von Bachs Hand oder der eines seiner Schüler durchaus nichts Ungewöhnliches, weshalb von manchem Werk mehrere gültige, zumindest plausible Versionen bekannt sind. Zum anderen ist Bachs instrumentale Idiomatik weit weniger ausgeprägt als zum Beispiel bei seinem Zeitgenossen Telemann: Bachs komplexer Personalstil mag auf Anhieb unverkennbar sein, die Frage, welchem Instrument konkret eine Linie oder Figur zuzuordnen ist, ist nicht vergleichbar leicht zu entscheiden. Deshalb mag hier der – auch historisch und theoretisch gut grundierte – Pragmatismus die Oberhand behalten: Bachs Musik ist so attraktiv, dass sie jeder und jedem für eine inspirierte Deutung offensteht.
Edle Kammermusik
Und Michaela Petri, erfahren im älteren Repertoire wie in der Musik der Gegenwart, ist inspiriert. Natürlich auf stabilen Grundlagen: Edle Artikulation, perlende Geläufigkeit und technische Souveränität – all das ist reichlich zu hören. Zugleich verlässt sie in keinem Augenblick ein geradezu natürlich strömender Ton, elegant in allen Lagen und auf allen verwendeten Alt- und Tenorinstrumenten gleichermaßen. Bachs ja gerade nicht leicht zu explizierendes Idiom verlebendigt sie ganz selbstverständlich, mühelos und plausibel. Die Tempi sind entschieden gewählt, stimmige Relationen das Ergebnis, mit einem feinen Sog in der Satzfolge der Sonaten.
Das Cembalo von Mahan Esfahani ist in BWV 1030-1032 ‚concertato‘ gefordert. Entsprechend präsent und geschmackvoll dialogisiert Esfahani, durchaus selbstbewusst, im musikalischen Rang direkt platziert neben der Blockflöte von Michaela Petri. Gemeinsam mit der Gambistin Hille Perl formiert er auch in den anderen Sonaten einen Basso continuo, der agil ist und wesentlich mehr mitgestaltet als diese Abstufung vermuten ließe. Ergebnis ist ein feines Ensemble, das auch in der Rasanz eines Presto keine bloße Artistik vorführt, sondern stimmiges, kommunikatives Musizieren. Und wenn es ‚Largo e dolce‘ heißt, werden lyrische Schönheiten mit Geduld und Seele ausmusiziert. Das alles in einem klaren, feingliedrigen Klangbild, das gut disponiert ist und mit einer feinen räumlichen Note versehen. Allenfalls eine um Nuancen zu schlanke Basssphäre ist anzumerken. Eine tolle Kammermusikformation hat sich da zusammengefunden: Petri, Perl und Esfahani musizieren intensiv, schlüssig und inspiriert. Diese Drei haben ihren Bach verstanden. 
Dr. Matthias Lange, Klassik.com (Germany)

Michala Petri, recorder
Mahan Esfahani, harpsichord
BACH
6 Sonatas for recorder
Tour De Force Reprise Of Bach Flute Sonatas
Karen Cook, Early Music America, US
16 December 2019
Danish recorder player Michala Petri plays the six Bach flute sonatas on her new recording.
Bach: 6 Flute Sonatas BWV 1030–1035. Michala Petri (recorder), Hille Perl (viola da gamba), Mahan Esfahani (harpsichord). OUR Recordings 6.220673
It has been more than 25 years since recorder virtuoso Michala Petri last recorded J. S. Bach’s six flute sonatas. That album, with Keith Jarrett on harpsichord, was released in 1992 to great acclaim; this one will undoubtedly receive effusive praise as well.
When returning to the same works after such a length of time, one might expect to hear a completely new approach, a drastic contrast. Not so here; Petri is still a tour de force, but she plays here with an ease and command that can only be borne through working with this kind of music until it sinks into your bones. That artistic maturity shows through in her discerning approach to articulation, rhetorical gesture, tempo, and tone color. She chooses different instruments this time around, shifting downward in register to alto and tenor recorders (requiring three of the sonatas to be transposed from Bach’s original keys).
Perhaps most significant, though, is the change in continuo: in addition to Mahan Esfahani’s harpsichord, the bass line is reinforced by Hille Perl on viola da gamba. Perl’s rich, warm lower register is the perfect complement to Petri’s recorders, and the moments in which she occupies the main stage — listen, for example, to the lovely plucked introduction to the Andante of BWV 1034 or the subtle presence of her drone in the first movement of BWV 1033 — are to be prized. Whether due to this change in configuration, the louder yet mellower harpsichord, or simple taste, the acoustic space sounds warmer and more intimate than that of the earlier recording.
While on a few occasions I would not be sorry to have the gamba come through even a bit more in the mix, on the whole the acoustic environment captures the blend of the three instruments beautifully. Every movement of each sonata feels like a conversation between old friends; everyone might be at Petri’s house, but that doesn’t mean that Esfahani and Perl sit in silence. In the opening Allegro moderato of BWV 1031, for example, it is Esfahani who begins, laying out the basic thematic material before scurrying away in a flutter of fast scalar passages. Petri enters, reiterating the main melody, but just below her is Perl, who makes the bass line sing like a natural countermelody rather than a mere tonal prop. Or, as contrast, listen to the more communal effort found in the concluding Allegros of BWV 1032 and 1035, both of which showcase equally the virtuosity of each player.
Bach likely wrote these six sonatas for the flauto traverso, if indeed he wrote all of them (his authorship of two of them remains disputed). However, Bach was a practical musician who lived in practical times; whether or not he might have had a preferred key, or instrument, he certainly felt free to borrow, rearrange, and alter musical ideas from himself and from others with great frequency. It stands to reason, then, that he might have rather enjoyed Petri’s recorders. I know I do. Karen Cook, December 16th 2019
Karen Cook specializes in the music, theory, and notation of the late medieval and early Renaissance periods. She is assistant professor of music at the University of Hartford in Connecticut.
Karen Cook, Early Music America, US

Michala Petri, recorder
Mahan Esfahani, harpsichord
BACH
6 Sonatas for recorder
Bach – safe in the hands of Michala Petri.
Elizabeth Walker, Flute Journal, UK
09 December 2019
Johann Sebastian Bach 6 Flute Sonatas BWV 1030 – 1035 Michala Petri recorder, Hille Perl viola da gamba, Mahan Esfahani harpsichord. OUR recordings.com distributed by NGL Naxos. 
I have long been a fan of Michala Petri, knowing of her performances when I was a student of the recorder in the early 1980’s. Michala has contributed enormously to the popularity of the instrument, inspiring generations of recorder players, including myself, with her musicianship, clarity of sound and collaboration with composers and great musicians. So, I was delighted to be invited to review this disc.
I recorded J.S. Bach’s flute sonatas in 2011 for Quartz Music with my group Continuum. I too chose not to record them on the instrument for which they were composed, namely the one keyed baroque flute, but to record them on a modern wooden flute. However, I do play and perform on the baroque flute and first learnt these sonatas on this instrument. I strongly believe that the creative genius of Johann Sebastian Bach is evident in the way he highlights and exaggerates the innate unequal chromatic tones of the baroque flute.
 
In the baroque era we see composers such as Telemann, Handel, Leclair, Boismortier and others, publishing a sonata with a list of possible instruments it can be played on – Flute, Recorder, Oboe or Violin. These pieces we feel at liberty to transpose for different recorders or arrange in a different compass to suit a different instrument. However, J.S.Bach was far more specific about his instrumentation. Notice in the orchestral scores of Bach’s oratorios for example, how he chooses a particular instrument to characterise each and every aria and recitative. As musicians we should surely respect this and decide not to play the flute sonatas on anything other than a flute. However, the music contained in these stunning sonatas is perhaps simply too good not to share! 
And so, the next question naturally arises; should we try to reproduce the sonatas reflecting all the nuances and inflections possible on a baroque flute, or capture the essence of the recorder and make these sonatas resonate with the intrinsic qualities of this instrument? For me, the answer is perhaps to try and do both!  In the CD notes, harpsichordist, Mahan Esfahani writes “It should be clear from the performances on this particular disc that the performers have not simply transferred to another instrument all the mannerisms and idiom of the flute… Instead, we have translated Bach’s music to the capabilities of our own instruments”. And in this wonderful new recording, I believe Michala Petri and her fabulous continuo team do indeed achieve this. 
 
Michala Petri tackles the breathtakingly complex B minor sonata BWV 1030 on an alto recorder with clarity of expression and space. (See below.) As an obligato sonata, the use of a strung bass is not strictly necessary, but here the viola da gamba was used in all but the 3rd movement Presto, and this brought an additional expression and variety to the ensemble. I was particularly struck by the slow movement, where Michala Petri created momentum with naturally flowing lines and use of vibrato; never too jovial, never too self-indulgent. The third movement is naturally a perfect movement for the recorder, with sprightly articulations, syncopated rhythms and a wide range of voicings, all sounding effortless with Michala’s brilliant expertise. 
In the CD notes I could not find any information about who had written the arrangements, or realised the incomplete A major sonata, (performed here in G major) or the choice of recorder, tenor versus alto? I would have liked to have had a lot more information about these choices. The next few sonatas are performed on a tenor recorder, which changes the dynamics of the ensemble hugely. The E flat major sonata BWV 1031 felt earthier with this deeper tonality, and there were sections of the first movement where I felt the recorder voicing to be a little too low. However, the recorder was perfectly sonorous in the beautiful Siciliano and a lovely balance of tone was found between the harpsichord and lyrical gamba. 
 
The A major sonata, BWV 1032 had great energy and balance with some intelligent use of variety in the continuo team, the Largo e dolce showing how skilfully Michala Petri uses her vibrato. In this movement I would expect to miss the flute’s ability to add pathos and colour to the harmonic notes, but these were all given special attention by Petri
The C major sonata BWV 1033 was again performed on a tenor recorder and the Menuettos were a real highlight of the disc for me – glorious ornaments and variety from Michala Petri, and again, great variety from the continuo team.
Sadly, I really missed the sonority and colour of the flute in the great E minor sonata BWV 1034 (performed here in G minor). I felt the first movement lacked gravity and pathos and the natural inability to shape the ends of notes on the recorder, which was somewhat highlighted on the gamba, was missing in the recorder line. However, the second movement was far more successful, and the third movement, Andante, was another disc highlight for me. A beautiful idea to open the movement with the glorious bass line played as a gamba solo, the recorder line finally added with a glorious, ringing tonality. 
The final sonata on this disc is the Flute Sonata in E major BWV 1035, performed here on alto recorder in F major. This fabulous sonata works very well on the recorder and I greatly enjoyed hearing the Siciliano as a recorder and gamba duet with the harpsichord adding a rhythmical accompaniment in the repeated sections. 
This is a wonderfully crafted disc with lots of variety from the continuo team and skilled recorder playing. Bach – safe in the hands of Michala Petri.
Elizabeth Walker, Flute Journal, UK

Michala Petri, recorder
Mahan Esfahani, harpsichord
BACH
6 Sonatas for recorder
A pure Bach delight. - 6 Stars
Peter Dürrfeld, Kristeligt Dagblad
03 December 2019
6 stars
Den rene Bach-fryd

I den kanoniserede BWV – Johann Sebastian Bachs værkfortegnelse – dækker numrene 1030-1035 de seks fløjtesonater, som for et halvt års tid siden henrykkede tilhørerne og denne anmelder ved en koncert i Garnisons Kirke i København. Begejstringen er ikke blevet mindre efter et genhør på en nyligt udgivet cd - hele musikken er nemlig nu blevet udgivet af OUR Recordings. Som sædvanligt er udstyret og den lydtekniske kvalitet helt i top, og det samme gælder i allerhøjeste grad, hvad de tre musikere – den verdensberømte danske blokfløjtenist Michala Petri den tyske viola da gamba-virtuos Hille Perl og den iranske cembalist Mahan Esfahani– præsterer på deres instrumenter. De spiller hele vejen igennem Bachs herlige musik med kraft og saft, uden krukkeri eller svinkeærinder.
Og spilletiden er generøs: de seks fløjtesonater har en samlet varighed på omkring fem kvarter, og det er værd at understrege, at det på intet tidspunkt bliver ensformigt, heller ikke selvom skiven – som i mit tilfælde – har fået adskillige ture i cd-afspilleren. Det er måske en af hemmelighederne ved mange af Bachs værker, at de er så slidstærke. Og man opdager ved hver gennemlytning, at der er talrige variationer både i helheden og inden for den enkelte sonate: En svævende siciliano-sats kan blive afløst af en halsbrækkende allegro, og pludselig træder cembalisten frem som solist, eller man oplever subtilt pizzicato-spil fra gamben, der ellers har bidraget med at lægge en slagkraftig bund under blokfløjtens udfoldelser!
Der er kort sagt tale om en af årets mest givende udgivelser, så det er bare at tage imod.
 Peter Dürrfeld, Kristeligt Dagblad, 2. December 2019
Johann Sebastian Bach: 6 Flute Sonatas BWV 1030-1035 – Michala Petri, recorder – Hille Perl, viola da gamba, Mahan Estafani, harpsichord – OUR Recordings 6.220673
https://www.youtube.com/watch?v=vuSvKQh06tI
 
English Google Translation:
A pure Bach delight. - 6 Stars
In the canonized BWV - Johann Sebastian Bach's list of works - the numbers 1030-1035 cover the six flute sonatas, which a half year ago delighted the audience and this reviewer at a concert at Garrison's Church in Copenhagen. The enthusiasm has not diminished after a re-hearing on a recently released CD - the whole music has now been released by OUR Recordings. As usual, the equipment and the sound-technical quality are the top and the same goes with what the three musicians - the world famous Danish recorder Michala Petri, the German viola da gamba virtuoso Hille Perl and the Iranian harpsichordist Mahan Esfahani – when they perform their instruments. They play all the way through the wonderful music of Bach with “power and juice”, without pitchers or piglets.
And the playing time is generous: the six flute sonatas have a total duration of about five quarters, and it's worth pointing out that it will never be monotonous, even if the disc - as in my case - has made several trips in the CD player. It is perhaps one of the secrets of many of Bach's works that they are so durable. And every time you hear, you find that there are numerous variations in the whole and within the individual sonata: A floating Siciliano movement can be replaced by a throbbing allegro, and suddenly the harpsichord performs as a soloist or you experience subtle pizzicato playing from the viola da gamba, who otherwise helped lay a powerful bottom during the recorder's exertions.
In short, this is one of the most rewarding releases of the year, so it's just to welcome!
Johann Sebastian Bach: 6 Flute Sonatas BWV 1030-1035 - Michala Petri, recorder - Hille Perl, viola da gamba, Mahan Estafani, harpsichord - OUR Recordings 6.220673
https://www.youtube.com/watch?v=vuSvKQh06tI
Peter Dürrfeld, Kristeligt Dagblad

Michala Petri, recorder
Mahan Esfahani, harpsichord
BACH
6 Sonatas for recorder
A newly formed musical dream team joins Michela's journey
Naofumi Yazaki
02 December 2019
Chief Editors recommendation Album introduction:
To celebrate the 40th record anniversary of OUR Recordings, Michala Petri can't pick a more exciting repertoire than Bach's flute sonatas. Michala and Keith Jarrett from 1992 has already achieved legendary status. Just as her collaboration with Jarrett demonstrated a way to "rejuvenate" Bach's work, this new record is equally inspiring and transcendent.
A newly formed musical dream team joins Michela's journey: Harpsichord player Mahan Esfahani and viola da gamba player Hille Perl. 

https://mp.weixin.qq.com/s/dJrJjKd8BGsY4KVjjRKNKw
Google Translation:
Editor-in-Chief recommended:
The world's best recorder player Michala Petri is playing with today's most watched viola da gamba player Hille Perl and the award winning harpsichordist Mahan Esfahani, the adaptation of the Bach flute sonata.
The colorful details of the incredible recorder sound match the soft tone of the viola da gamba. The three trio's performances are closely and wonderfully combined, giving the impression of being like a jazz trio.
 
 

Michala Petri, recorder
Mahan Esfahani, harpsichord
BACH
6 Sonatas for recorder
What we have here is a performance that is outstanding, lending a new vision to how Bach might be interpreted
Bertil van Boer - Fanfare USA
15 November 2019

There can be no doubt that recorder player Michala Petri holds one of the pre-eminent positions as one of the most prolific and talented performers on the instrument. Her work spans many years and a discography that is quite monumental. Moreover, she has a repertory that ranges from the early Baroque to jazz, using the recorder as a medium for a new sound world. It is therefore with some anticipation that I received this disc of Johann Sebastian Bach’s equally well-known and iconic flute sonatas, performed with a continuo consisting of Mahan Esfahani on the harpsichord and Hille Perl on viola da gamba.

First, it should be noted that Bach’s original sonatas, if we can call the six pieces original in every sense, were meant most likely for flauto traverso, or the flute. Although the tern flauto generically referred to the recorder, Bach writes idiomatically for the traverso. This does not mean, however, that he would have objected to the recorder or any other instrument performing them, as there was considerable flexibility in terms of performance practice at the time. Moreover, the works may well have had forerunners and been transposed to their current state. Thus, the G-Minor Sonata, BWV 1034, was originally in E Minor, BWV 1035 in E Major and done here in F, and BWV 1032 in A but here in G. While these suit the change in instruments, they are by no means a practice foreign to Bach, who regularly did such alterations. Finally, there is the case of the C-Major and E-Major Sonatas, where questions of authenticity remain. In terms of style, they are Bachian in a fashion, but the format and use of harmony seems rather galant, especially in the first movements. There are, however, some nice Bachian trademarks in areas such as the rolling accompaniment and use of sequences, as well as the typical Baroque cadential structures, that are consistent with his late style in the latter. The C-Major too has more of a Baroque feel, particularly in the structure, as well as the flowing sequences of the opening movement and the short perfunctory Presto with its virtuoso recorder line above a sustained bass. The second Allegro is a bit of Telemann, but not unlike Bach, perhaps because it seems more like it was taken from some suite. The same can be said for the genteel minuet. I would postulate that these pieces may in a typical Bach manner incorporate glosses on other works; in the C-Major it would be a piece by Christoph Förster, whose music was certainly known by the Leipzig composer. As for the E, there may be some small quirks that indicate a more modern composer such as Johann Quantz, but the sources themselves are solidly in Bach’s corner, being by his son and favorite pupil Christian Friedrich Penzel.

The main question here is how the music fares under the transpositions (one should probably not go down the road of arrangement). The answer is: excellently. Petri’s tone is clear, bright, and she has a wonderful knack for bringing out the nuances in Bach’s music perfectly. This is generally no easy task, but her phrasing is precise, and she chooses tempos that allow the music to speak without being too fast or too slow. The harpsichord playing by Esfahani is likewise well adapted to blend with the recorder, and yet emerge on its own, such as in the B-Minor Sonata, BWV 1030, where the harpsichord and recorder perform a delicate contrapuntal duet in the third movement. The gamba is a bit discrete, as it should be, though it provides a sound and often solid foundation. In short, this is one fine recording. There are many out there that feature the flute, but as an excellent alternative, one should explore this disc. What we have here is a performance that is outstanding, lending a new vision to how Bach might be interpreted.5 Stars 
Bertil van Boer - Fanfare USA

Michala Petri, recorder
Mahan Esfahani, harpsichord
BACH
6 Sonatas for recorder
Recommended to all libraries
CD HotList (US)
15 November 2019
Bach´s flute sonatas are not new repertoire, of course; they´ve been widely interpreted in a variety of presentations. But the fact that the recorder virtuoso Michala Petri has turned her attention to them (again, following her widely-praised 1992 recording alongside Keith Jarrett, without a cello or gamba player) is certainly good news. And this time she brought along harpsichordist Mahan Esfahani and viola da gamba player Hille Perl, filling out the sound nicely. As always, Petri´s playing is exceptionally lovely, and she manage to shed new light on these evergreen works-partly through the harder timbre of the recorder, and partly through her own knowledge and love of Bach´s music.
CD HotList (US)

Michala Petri, recorder
Mahan Esfahani, harpsichord
BACH
6 Sonatas for recorder
5 stars - Michala Petri crosses her baroque trail
Henrik Friis, Politiken, Denmark
05 November 2019
Politiken Newspaper DK
5 stars
Michala Petri krydser sit barokspor
Sidste skud på stammen for den produktive fløjtenist er en krystalklar fortolkning af Bach-sonater, som holdes simpel og sanselig og i en imponerende lydkvalitet.
Der er gået næsten 30 år, siden Michala Petri indspillede Bachs fløjtesonater med jazzpianisten Keith Jarrett. Denne gang er duoen udvidet til en trio med en gambe – en slags forløber for celloen – der lægger silkebløde strøg mellem blokfløjtens luftige melodier og cembaloets knitrende motor.
Umiddelbart lyder det ikke, som om Petris idé om barokmusik har udviklet sig meget siden tiden med Keith Jarrett: Alt lægges klart ud i et kæmpemæssigt luftigt rum, hvor det lykkes smukt for de tre musikere at få musikken til at flyde fokuseret og minutiøst med detaljer og balance. Når man kommer tættere på, er der masser af forskel.
Den iranskfødte cembalist Mahan Esfahani er en af Petris faste partnere, og han er en meget sjovere cembalist end Jarrett. Hans lyd er tindrende klar, samtidig med at han ikke er bange for at smide begge hænder i tangenterne, når musikken skal kulminere. Og så er gamben en virkelig god idé. Specielt, når den tyske specialist Hille Perl får lov til at træde helt frem i lydbilledet og for eksempel knipse en rundgang som bund i en langsom, smertelig sats.
Værdigt jubilæumsalbum
Bachs 6 sonater varer alle 10-15 minutter fordelt på 3-4 korte satser, men de er temmelig forskellige. Nogle høvler med vold og magt derudad i et voldsomt opskruet tempo, mens andre har klimaks i en helt langsom sats, hvor de tre musikere sætter tiden i stå og lader musikken udtrykke sig søgende og spinkel. Det sidste bliver totalt overvældende sidst på albummet i sonaterne med de sexede titler BWV 1034 og 1035. De tre musikere holder det simpelt og sanseligt med et skønt nærvær.
Det er album nummer 40, siden Petri og Lars Hannibal dannede OUR Recordings. Og det er helt bestemt et værdigt jubilæums album i en imponerende høj lydkvalitet, der viser, at Petris lange karriere stadig har masser af fylde. Henrik Friis, 05.11.2019
English Google Translation:
5 stars
Michala Petri crosses her baroque trail
Last shot on the trunk of the prolific flute player is a crystal clear interpretation of Bach sonatas, which is kept simple and sensual and in an impressive sound quality.
It's been almost 30 years since Michala Petri recorded Bach's flute sonatas with jazz pianist Keith Jarrett. This time, the duo has expanded into a trio with a gamba - a kind of precursor to the cello - that adds silky strokes between the recorder's airy tunes and the harpsichord's crackling engine.
 
Immediately, it doesn't sound like Petri's idea of ​​Baroque music has evolved a lot since the time with Keith Jarrett: Everything is laid out clearly in a huge airy space where it is beautiful for the three musicians to make the music flow focused and meticulous in detail and balance. As you get closer, there is a lot of difference.
 
Iranian-born harpsichordist Mahan Esfahani is one of Petri's regular partners, and he is a much more fun harpsichordist than Jarrett. His sound is sparklingly clear, while not afraid to throw both hands into the keys when the music is to culminate. And then the gamba is a really good idea. Especially when the German specialist Hille Perl is allowed to step forward in the soundscape and, for example, pluck a vamp as the ground at a slow, painful movement.
Worthy anniversary album
Bach's 6 sonatas last all 10-15 minutes in 3-4 short movements, but they are all rather different. Some played with violence and power out there at a violently accelerated tempo, while others have a climax in a very slow movement, where the three musicians put the time to a stop and let the music express itself searching and tenuous. The last thing is totally overwhelming at the end of the album in the sonata with the sexy titles BWV 1034 and 1035. The three musicians keep it simple and sensual with a beautiful presence.
 
It's album number 40, since Petri and Lars Hannibal formed OUR Recordings. And it is definitely a worthy anniversary album in an impressively high sound quality that shows that Petri's long career still has plenty of fullness. 
Henrik Friis, Politiken, Denmark
  OUR Recordings
Esromgade 15, opg.1 3.floor, room 1315
2200 Copenhagen N
Denmark
Tel: +45 4015 05 77
E-mail: hannibal@michalapetri.com
QUICK LINKS
NEWS
RELEASES
PROJECTS
COLLABORATORS
CONCERT SCHEDULE
REVIEWS
GALLERIES
  PROFILE

CONTACT

MICHALA PETRI'S WEBSITE
LARS HANNIBAL'S WEBSITE

 

 
   

Home | Contact | Copyright OUR Recordings 2002 - 2020. All rights reserved. | Michala Petri's Official Website | Lars Hannibal's Official Website