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5 notes in a great Pizzicato review

January 18, 2026

Uwe Krusch

Lebendig kraftvolles und konzentriertes Violinkonzert
18/01/2026
Helen Grime: Violinkonzert; Malin Broman, Violine, Swedish Radio Symphony Orchestra, Daniel Harding; # Our Recordings 9.70867; Aufnahme 12.2016, Veröffentlichung
16.01.2026 (22'40) – Rezension von Uwe Krusch ** (For English please scroll down)

Das Violinkonzert von Helen Grime ist in Ersteinspielung zu hören. 1981 in England geboren, verbrachte Grime ihre Jugend in Schottland. Das Konzert entstand in Zusammenarbeit mit der Solistin Malin Broman, deren Intensität, Kraft und Leidenschaft die Komponistin begeistert hat.
Das Werk ist der Geigerin auch insofern in die Finger geschrieben, als Grime die wilde Hingabe, große Zartheit, Sensibilität und Klangfarbenfülle im Spiel der Geigerin zeigen will.
Das Werk besteht aus einem in drei Hauptteile gegliederten Satz. Die Verbindungen stellen traumhaft anmutende Übergänge über die etwa 22 Minuten sicher. Das Stück lässt sich als lebendig und ereignisreich hören. Komplexität findet sich bei Klangfarbe, Rhythmus. Dabei schreibt Grime fein strukturiert, aber auch dicht und doch luftig. Grime gelingen souveräne Klangmalereien. Mit großzügiger, aber nicht überbordender Instrumentierung erzielt sie erzählerische Momente großer Kraft. Ihre moderne Musiksprache wird zu einem fordernden, aber auch begehbaren Pfad.
Die in Schweden geborene Malin Broman, als Kammermusikerin, Solistin und in diversen Orchestern, seit 2008 als Konzertmeisterin des Schwedischen Radio-Sinfonieorchesters aktiv, vermittelt den mit der Komponistin zusammen geschaffenen Solopart mit großer Souveränität und prägender Ausdruckssensibilität. Mit dem fast durchgehend andauernden Einsatz gibt sie keinem Zweifel an ihrem führenden Platz.
Dennoch steht sie im intensiven Dialog mit dem von Daniel Harding geleiteten Orchester, dass ihr mit seiner reichhaltigen Textur allerlei Anreize zur eigenen Positionierung setzt und so das Miteinander kraftvoll belebt. Mit kühler Sicherheit leitet Harding das begleitende Ensemble, so dass der gemeinschaftliche Weg ein leichter ist.

This is the world premiere recording of Helen Grime’s Violin Concerto. Born in England in 1981, Grime spent her youth in Scotland. She composed the concerto in collaboration with soloist Malin Broman, whose intensity, power and passion inspired her. The piece appears to be tailor-made for Broman, with Grime aiming to showcase her wild devotion, great delicacy, sensitivity and rich tonal palette. The work consists of a movement divided into three main sections. The transitions between these sections ensure dreamlike moments throughout the approximately 22 minutes. The piece can be heard as vibrant and eventful. Complexity is found in both tone color and rhythm. Grime writes with fine structure, yet also with density and airiness. She masterfully paints evocative soundscapes. With generous, but not excessive, instrumentation, she achieves narrative moments of great power. Her modern musical language becomes a challenging, yet accessible path.
Swedish-born Malin Broman, active as a chamber musician, soloist, and in various orchestras, and concertmaster of the Swedish Radio Symphony Orchestra since 2008, delivers the solo part, created in collaboration with the composer, with great confidence and profound expressive sensitivity. Her almost unwavering commitment leaves no doubt about her leading role.
Nevertheless, she engages in an intense dialogue with the orchestra, conducted by Daniel Harding. The orchestra’s rich texture provides her with ample opportunity to express herself, thus powerfully enlivening the interplay. Harding conducts the accompanying ensemble with cool assurance, making the collaborative process seem effortless.

https://www.pizzicato.lu/lebendig-kraftvolles-und-konzentriertes-violinkonzert/

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