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ENSEMBLE (German Magazine for Chamber Music) Repertoirewert 4 stars,Klang 4 stars,Interpretation 5 stars (Maximum)

Carsten Dürer

ENSEMBLE
(German Magazine for Chamber Music)
Corelli auf der Flöte
Repertoirewert 4 stars,Klang 4 stars,Interpretation 5 stars (Maximum)
Dass Arcengelo Corelli seine unter Opus 5 zusammengefassten 12 Sonaten für Violine und Begleitinstrument schreib, steht ausser frage, denn immerhin war der Komponist einer der besten Violinvirtuosen seiner Zeit. Doch die Blockflöte war auch schon im 17.Jahrhundert immerhin ein weit verbreitetes Instrument für das häusliche Musizieren. Und da Corellis Musik (und gerade diese Sonaten) schon früh eine immense grosse Verbreitung erführen, ist es zuvollziehen, dass sie auch mit Blockflöte interpretiert wurden. Hier nun habe sich die Grand Dame des Blockflötenspiels, Michala Petri, und der iranishe Cembalist Mahan Esfahai darangemacht, die letzen sechs Sonaten van Opus 5, die durchweg van Tanzrythmen beseelt sind, zu interpretieren. Und wenn man dem Spiel dieser Beiden Musiker lauscht, fragt man sich, ob der klang der Violine oder der Blockflöte nun besser zu diesen Sonaten passt, die sich vierbis fünfsätzig in Suitenform darstelln. Denn Michala Petri is nicht nuer eine bemerkenswerte Blokflötistin, sondern vermag auch die klangliche Ebene den musikalischen Aussagen anzupassen, indem sie auch unterschiediche Flöten benutzt. Sie will gar nicht - wie die meisten Geiger - die virtuose Ebene in den Vordergrund stelln, sondern folgt genauestens dem verlauf der Musik mit Emphase. Und Esfahani ist ein wunderbare Cembalist, der mit ebenso viel geschmack und Selbstbewusstsein seiner Partnerin folgt. Carsten Dürer, November 2014

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